|
Fetisch
Viele denken bei dem Thema
Fetisch gleich an SM, also SadoMaso – doch hat Fetisch wirklich zwangsläufig mit
hartem SM, oder vielmehr BDSM, zu tun?
Nein, Fetisch heißt nicht
automatisch BDSM – wobei auch BDSM nicht automatisch mit Schmerzen und Peitschen
zu tun haben muss. BDMS ist vielmehr eine Form oder eine eigene Sparte des
Fetischs. Allein BDMS ist so vielfältig – wenn man es als Fetisch ansieht, was
auch zutrifft – dass viele annehmen, dass die Thematik Fetisch damit schon
ausgereizt ist. Falsch!
Definition Fetisch
Versuchen wir zuerst einmal,
den Begriff Fetisch als solches zu erklären!
Was genau ist ein Fetisch?
Genau das ist jedoch gar nicht so einfach mit einem Wort oder einer klaren
Definition zu erklären!
Das Wort selbst kommt aus dem
portugiesischen und bedeutet übersetzt soviel wie „Sachzwang“ – was schon für
eine kleine Definition für (extremen) Fetischismus herhalten kann. Eine andere
Quelle gibt das lateinische Wort „facticius“ als Mutterwort an – es bedeutet
jedoch ungefähr das Gleiche, nämlich „nachgemacht“!
Von der „Handlung“ bezieht ein
Fetisch sich entweder auf Gegenstände, bestimmte Teile des menschlichen Körpers
oder auch auf ganz gewisse spezielle Sex-Praktiken, wodurch ein Mensch sexuell
besonders erregt wird – oder sogar nur durch solche erregt wird!
Kurz gesagt: „Fetischismus ist
sexuelle Stimulierung durch Ersatzobjekte – diese sind meist Kleidungsstücke,
andere Gegenstände (auch aus dem alltäglichen Bedarf) oder bestimmte
Körperteile“! Erfolgt die Stimulierung ausschließlich durch diese
Fetisch-Objekte, ist es ein echter Fetisch – alles andere ist lediglich eine
(sexuelle) Vorliebe.
Gegenstände können
beispielsweise Kleidung aus Leder oder Gummi sein, die durch Optik, Geruch oder
einfach durch das Gefühl auf der blanken Haut sexuell stimulierend wirken – aber
genauso auch Ketten aus kühlem, hartem Metall!
Ein Fetisch, der sich auf
spezielle Körperteile bezieht, richtet sich dagegen auf Füße, den Po oder den
weiblichen Busen wie aber auch anderen Körperteilen! Das ist jedoch nicht nur
ein männliches Phänomen – andersherum kann natürlich auch das weibliche
Geschlecht von einem Körperteil besonders erregt werden, etwa einem besonders
großes Glied oder einer durchtrainierten muskulösen Figur (zum Beispiel der
„Waschbrettbauch“)!
Fetisch, welcher sich wiederum
auf bestimmte Praktiken richtet, kann – nehmen wir BDSM als Beispiel – auf
Unterwerfung oder absoluter Macht wie auch durch das Empfinden oder das
Hinzufügen von Schmerz ruhen! Auch das Ausgeliefertsein, beispielsweise durch
Fesselung und Bondage, können für devote Personen allein schon so erregend sein,
dass der Körper sehr heftig reagiert – in sexueller Hinsicht natürlich.
weiter 2/10
|